BARF: Warum wir Fische filetieren (wenn’s günstig ist) – und wie das „nicht schön, aber schnell & sicher“ geht 🍲

Frischer Fisch ist ein Omega-3-Turbo (EPA/DHA), bringt Jod & Selen mit – und wenn’s im Angebot ist, lohnt sich das Selbst-Filetieren doppelt: günstiger, bessere Qualität, saubere Portionen für Buffy & Sean. Hier zeige ich, warum wir das immer mal wieder machen und wie du „nicht schön, aber schnell & sicher“ zu futterfertigen Filets kommst.

English Summary

Why we fillet fish for BARF when it’s on sale: cheaper, better control (bones out, portion size), and freshness. Safety first: if the fish wasn’t previously frozen, freeze before raw feeding (parasites), remove pin bones, keep strict hygiene, and rotate species (some like herring/carp have thiaminase—fine in rotation).
Fast, safe method: cut behind gill plate, run along the backbone in long strokes, flip and repeat, pull pin bones, skin off (optional), portion, label, and freeze flat.
Fridge-thaw only, catch drips, and aim for 1–2 fish meals per week, adjusted to your dog.

Warum selbst filetieren?

  • Preisvorteil: Ganze Fische sind oft deutlich günstiger als Filets.
  • Qualität & Kontrolle: Du bestimmst, wie fein entgrätet wird, wie groß die Portionen sind.
  • Weniger Verpackungsmüll: Großeinkauf → portionieren & einfrieren.
  • Artenvielfalt: Du kannst je nach Verfügbarkeit/Angebot variieren (z. B. Lachsforelle, Makrele, Hering, Seelachs/Köhler).
Tipp zum Wochenplan: 1–2 Fischmahlzeiten/Woche sind praxisnah. Menge je nach Hund und Gesamtplan; Fisch ersetzt einen Teil des Muskelfleischs.

Sicherheit zuerst (BARF + Fisch)

  • Parasiten/Keime: Wenn der Fisch nicht bereits tiefgekühlt war, dann vor dem Rohfüttern zuverlässig tiefkühlen (z. B. −20 °C mehrere Tage).
  • Gräten: Pin-Bones rausziehen (Zugzange/Grätenpinzette). Keine scharfkantigen Stücke.
  • Hygiene: Eigenes Brett/Messer, kalte Kette, zügig arbeiten, Hände & Flächen reinigen.
  • Thiaminase-Hinweis: Einige Arten (z. B. Hering, Karpfenarten) enthalten Thiaminase. In Rotation ok; nicht dauerhaft nur diese Fische füttern.

„Nicht schön, aber schnell & sicher“ – die Filetier-Methode

Werkzeug: Langsames, flexibles Filetiermesser, rutschfestes Brett (mit Küchenpapier darunter), Grätenpinzette, Küchenpapier, Schüssel für Verschnitt, Beutel/Boxen & Etiketten.

  1. Vorbereiten
    Fisch abspülen & trocken tupfen. Auf dem Brett bauchwärts zu dir, Kopf nach links (Rechtshänder).
  2. Erster Schnitt
    Hinter der Kiemenplatte/Brustflosse schräg bis zur Gräte schneiden – nicht durchtrennen.
  3. Am Rückgrat entlang
    Messer flach auf die Gräte legen und mit langen Zügen bis zum Schwanz durcharbeiten. Filet 1 abheben.
  4. Wenden & wiederholen
    Fisch drehen, Filet 2 analog lösen.
  5. Bauchgräten & Pin-Bones
    Dünnen Bauchlappen ggf. kürzen. Mit der Fingerkuppe über das Filet fühlen; Pin-Bones mit Zange ziehen.
  6. Haut ab (optional)
    Am Schwanzende ein Stück Haut greifen, Messer flach zwischen Haut & Fleisch ziehen (Zugtechnik).
  7. Portionieren & etikettieren
    Filets in hundefreundliche Stücke schneiden (z. B. 80–150 g je nach Hund/Portionsplan). Sofort kühlen/frieren.
Nicht schön? Egal. Hauptsache sauber, sicher, entgrätet. Mit 2–3 Durchgängen sitzt die Routine – und die Filets sehen schon automatisch besser aus.

Portionieren & Einfrieren

  • Flach abpacken (Zwischenlage Backpapier), Luft rausdrücken (oder vakuumieren).
  • Beschriften: Datum • Fischart • Portion (g).
  • Auftauen: Nur im Kühlschrank in einer dichten Box; Tropfsaft auffangen.

Artenwahl (praxisnah)

  • Mild & einsteigerfreundlich: Forelle/Lachsforelle, Seelachs (Köhler), Kabeljau.
  • Omega-3-stark: Makrele, Hering, Sardine (rotieren wegen Thiaminase).
  • Günstig im Angebot: Ganze Makrelen/Forellen; saisonal nach Markt schauen.

Mini-Kostenrechner (so rechnest du, ob es sich lohnt)

  1. Preis/kg ganz × Ausbeute (= Filet-Prozent) = effektiver Filetpreis.
    Richtwerte Ausbeute (nur grob): Forelle ~60–65 %, Makrele ~55–60 %, Lachs ~60–70 %.
  2. Vergleiche mit dem Filetpreis im Handel.
  3. Zieh Schnittreste in Betracht: Haut/Abschnitte lassen sich für Knochensuppe/Brühe (nur ohne Gräten-Splitter!) nutzen – aber nicht als Haupt-Ca-Quelle.

Buffy & Sean – so machen wir’s

  • Buffy (aktiv): 1–2 Fischportionen/Woche (z. B. 120–150 g), gern Lachsforelle/Seelachs; Pin-Bones strikt raus.
  • Sean (Senior): eher milde Arten und kleinere Portionen (z. B. 80–120 g); Fettmenge nach Verträglichkeit anpassen.


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