Buffy und Sean erzählen: Vorweihnachtszeit, alles duftet so toll 🐾

English Summary

Buffy and Sean, two Irish Terriers, talk about all the scents of the pre-Christmas season in one flowing conversation. Buffy is excited and overwhelmed by the smells: coffee and chocolate at the Advent calendar, crunchy dog treats from her own calendar, flour, butter, sugar, vanilla and cinnamon from the kitchen when cookies are baked, and the rich aromas of meat, vegetables and herbs when Christmas meals are prepared. Sean, the older and calmer dog, explains how all of this feels like a huge “smell concert” for a dog’s nose – wonderful and a bit like torture at the same time, because most of it is not meant for dogs.

They describe how the whole house turns into a scent landscape: cold winter air at the door, wet jackets in the hallway, cookies and meals in the kitchen, Christmas tree and Advent wreath in the living room. For Sean, the Christmas tree is like a small forest indoors, smelling of needles and resin, while the Advent wreath adds the warm note of wax and a hint of smoke when the candles are blown out. Buffy and Sean agree that every year has the same basic Christmas “melody” of smells, but each year is still a bit different – different cookies, different dishes, different mood, and now Buffy adding more chaos and crumbs to the story.

In the end, Sean sums it up: you don’t notice Christmas first with your ears, but with your nose. Buffy happily adds that, if you’re lucky and it’s safe for dogs, you sometimes even get to taste a tiny bit of all that magic.

„Seeeaaan… riechst du das?!“ Buffy steht mitten im Wohnzimmer, die Nase hoch in der Luft, als würde sie versuchen, alle Gerüche der Welt gleichzeitig einzusaugen. Sean hebt langsam den Kopf aus seinem Körbchen und blinzelt. „Wenn du meinst: Butter, Zucker, Zimt, Vanille, Tannennadeln, Wachs und ein Hauch von ‚Wenn du das klaust, bist du geliefert, Hund‘ – ja, ich rieche das“, brummt er. Buffy tänzelt einen Schritt näher. „Es riecht nach Weihnachten! Aber es ist doch noch gar nicht Weihnachten. Voll verwirrend.“ Sean gähnt, streckt sich und schiebt sich ein Stück nach vorne. „Das nennt sich Vorweihnachtszeit. Für Menschen: Stress mit Lichterkette. Für Hunde: Geruchskonzert.“

Am schönsten findet Buffy die frühen Morgen. „Mein Lieblingsmoment ist, wenn unser Mensch als Erstes zum Adventskalender geht“, sagt sie zufrieden. „Schon bevor er ihn anfasst, riech ich’s: Papier, Schokolade, diese kleinen Hundeleckerlie-Tütchen…“ Sean nickt. „Für dich ist das ein Kalender. Für meine Nase ist das eine tägliche Geruchsexplosion. Erst der Duft vom Kaffee, der frisch aufgeht. Dann das Rascheln vom Kalenderpapier, ein Hauch Kakao, Vanille – und irgendwo dazwischen: Aha, das da ist die Hundesache, die ist für uns.“ Buffy schnaubt empört. „Ich find’s unfair, dass die Menschen jeden Tag Schokolade kriegen und wir keine.“ Sean schüttelt leicht den Kopf. „Tja, Schokolade ist tabu. Aber dafür hast du deine eigenen Türchen. Und mal ehrlich: Dein Knusper-Leckerli riecht für uns mindestens genauso gut wie deren Schoki. Nur anders. Ich mag dieses kleine Ritual: Mensch macht sein Türchen auf, Mensch macht unser Türchen auf, Mensch lächelt, Hund kaut. So startet man ordentlich in einen Dezembertag.“

Doch was Buffy fast noch mehr aus der Fassung bringt, ist das Backen. „Wenn die anfangen mit Plätzchen, dreh ich innerlich komplett durch“, stöhnt sie. Sean schmunzelt. „Du drehst auch äußerlich komplett durch.“ Buffy ignoriert ihn. „Da sind so viele Gerüche auf einmal: Mehlstaub in der Luft, Butter, Zucker, Eier, Vanille, Zimt, manchmal Orange… und alles mischt sich mit dem warmen Ofen. Das ist wie Essen in Luftform!“ Sean legt den Kopf schief. „Für die Hundenase ist das Folter und Wellness zugleich. Du liegst da, tust so, als würdest du schlafen – und jeder Plätzchenteller, der auf dem Tisch landet, ist wie ein kleiner Duftalarm: Buffy, hier oben, hier oben, hier oben…“ Buffy grinst. „Ja! Und ich denke jedes Mal: Nur ein Krümel…“ Sean imitiert trocken die Stimme des Menschen: „Und jedes Mal kommt dieses ‚Das ist nichts für Hunde. Runter da.‘ Ich kenn das seit vielen Wintern. Früher hab ich auch gehofft, dass was runterfällt. Manchmal tut es das sogar. Dann gilt der Terrier-Kodex: Wer zuerst beim Krümel ist, gewinnt.“ Buffy wirft stolz den Kopf in den Nacken. „Ich bin schnell.“ Sean zuckt mit den Schultern. „Ich bin erfahren. Ich weiß, wohin es am ehesten runterkullert.“

Neulich hing ein besonders schwerer Duft in der Luft. Buffy erinnert sich sofort. „Als dieses Riesengericht vorbereitet wurde… wie hieß das nochmal?“ Sean schnauft. „Ist egal, wie es heißt. Wichtig ist: Es riecht nach Fleisch, Soße, Gemüse, Kräutern. Du hast vorne an der Küchentür gelegen, als hättest du Eintritt bezahlt.“ Buffy schließt genüsslich die Augen. „Da war dieser Mix: Fleischsaft, Kartoffeln, Rotkohl, irgendwas mit Apfel, und dann hat unser Mensch noch rumprobiert und abgeschmeckt… ich wusste gar nicht mehr, wohin mit meiner Nase.“ „Wenn Menschen für Weihnachten kochen“, erklärt Sean ruhig, „ist es für uns, als würden sie ein Duftfeuerwerk zünden. Erst brät etwas, dann kocht etwas, dann wird was übergossen, dann dampft was – und alles zusammen erzählt dir, dass bald ein besonderer Tag ist.“ Buffy stupst ihn mit der Pfote an. „Und wir kriegen dann auch was ab, oder?“ Sean ist vorsichtig optimistisch. „Mit Glück ein bisschen Fleisch, ein bisschen Gemüse, aber ohne den ganzen Menschenkram wie zu viel Salz, Zucker und Soße. Unser Mensch achtet da zum Glück drauf. Aber glauben wir bitte nicht, dass unsere Leberstückchen an Weihnachten schlechter riechen als sein Braten. Für uns sind sie Königsklasse.“

Während in der Küche gekocht wird, verändert sich das ganze Haus. „Und dann ist da ja noch dieser Baum im Wohnzimmer“, sagt Buffy ehrfürchtig. Sean schaut in die Ecke, wo der Weihnachtsbaum steht. „Der Weihnachtsbaum. Oder wie ich ihn nenne: Indoor-Wald mit Deko.“ Buffy zieht die Luft tief durch die Nase. „Der riecht so frisch! So nach Draußen. Nach Waldboden, nach Nadeln, ein bisschen Harz. Ich muss jedes Mal ganz tief einatmen, wenn ich dran vorbeilaufe.“ Sean schließt kurz die Augen. „Der Baum ist schön, aber unterschätz den Adventskranz nicht. Tannengrün, Wachs, ein leichter Hauch von Rauch, wenn die Kerze ausgemacht wird. Das ist wie ein Duft, der sagt: Hier ist es warm, hier bist du zu Hause.“ Buffy nickt begeistert. „Manchmal liegt auch noch Zimt oder Orange in der Luft. Dann riecht es, als hätte jemand Weihnachten in kleine unsichtbare Wolken gepackt.“ Sean lacht leise. „Für Menschen sind das nur ein paar Kerzen und Deko. Für uns ist das eine komplette Geruchslandschaft: Die Fußmatte riecht nach kalter Winterluft, der Flur nach nasser Jacke, das Wohnzimmer nach Tanne, Kerzen, Gebäck, die Küche nach Essen. Und mitten drin: Hund. Mit großer Nase und großen Erwartungen.“

Buffy wird nachdenklich. „Findest du, Weihnachten riecht jedes Jahr gleich?“ Sean überlegt kurz. „Jein. Die Grundmelodie bleibt: Tanne, Kerzen, Essen, süße Sachen. Aber jedes Jahr riecht ein bisschen anders, weil wir anders sind. Andere Kekse, andere Gerichte, andere Stimmung im Haus. Und andere Hunde.“ Buffy schaut ihn von der Seite an. „Früher ohne mich?“ Sean nickt. „Ja. Da war der Baum auch schön, die Küche auch voll, die Plätzchen auch lecker. Jetzt ist es lauter. Chaotischer. Es fliegen mehr Krümel. Und manchmal riecht das Haus zusätzlich noch nach ‚Buffy war schon wieder da, wo sie nicht sein sollte‘.“ Buffy zieht gespielt schuldbewusst die Ohren zurück. „Ups.“ Sean schnaubt. „Aber weißt du, was sich nie ändert? Dieses Gefühl, wenn der Mensch tief durchatmet, sich zu uns aufs Sofa setzt, eine Pfote in die Hand nimmt und kurz einfach nur da ist. Dann riechst du alles: sein Duschgel, den Kaffee, die Kerzen, den Baum – und mittendrin uns. Das ist Weihnachten für mich.“ Buffy lächelt breit. „Für mich ist Weihnachten, wenn morgens das Adventstürchen raschelt, in der Luft schon die Plätzchen-Geschichten hängen, der Baum nach Wald duftet und irgendwo in der Küche ein Topf blubbert. Und wir mittendrin, mit großer Nase und noch größerer Neugier.“ Sean nickt zustimmend. „Dann sind wir uns ja einig: Weihnachten hört man nicht zuerst – man riecht es.“ Buffy fügt zufrieden hinzu: „Und manchmal schmeckt man ein ganz kleines bisschen mit.“ Sean mahnt sie: „Wenn es hundetauglich ist – ja. Und nur dann, Buffy.“ Sie grinst. „Ja ja… aber riechen darf ich alles!“ Sean lächelt. „Das sowieso.“


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