Buffy und Sean erzählen: Laufen im Schlaf – und was unsere Träume so treiben 🐾
English Summary
Buffy notices that Sean is “running” in his sleep—his paws twitching and moving as if he’s sprinting, with the unmistakable little senior joint “crack” as a sound effect. Curious, she asks what he’s dreaming about, and Sean admits he was back in the field, chasing the hare again—running like he used to, light and fast. Then the dream suddenly shifts, like a movie cutting from action to food: an unbelievably full food bowl appears, and in Sean’s dream, it’s all his—no sharing, no rules, just him and the ultimate feast.
Buffy confesses she dreamed of the hare too, but her dream became even more dramatic and then turned into a magical bowl that never gets empty. Both of them laugh about how their dreams mix instincts and wishes: the thrill of the chase and the fantasy of endless food without sharing. In the end, Sean gently reminds Buffy that dreams can be pure wish-making, while real life is best when it stays safe—hares get to run, dogs get to watch, and the bowl tastes best when their human is there with them.
„Pff… pff… pff…“ Sean liegt tief eingerollt in seinem Körbchen, die Nase ganz entspannt, aber seine Pfoten… seine Pfoten machen ihr eigenes Ding. Erst zuckt eine Vorderpfote, dann die andere, dann schiebt er im Schlaf die Hinterbeine, als würde er auf unsichtbarem Boden loslaufen. Und genau in dem Moment kommt es: ein leises, ganz typisches „Krrrk… knacks.“ Buffy sitzt daneben wie ein neugieriger Spion mit roten Ohren und kugelrunden Augen. „Seaaaan! Du läufst! Im Schlaf! Und du knickst dabei auch noch…“ Sean öffnet ein Auge, nur ein winziges Stück. „Ich knick nicht. Ich… äh… träume in hochwertiger Senior-Qualität. Mit Soundeffekten.“ Buffy kichert so leise, dass sie sich selbst fast nicht traut. „Du machst wirklich Schritte. So richtig. Ich schwöre!“ Sean schließt das Auge wieder, brummt, und seine Pfote tappt noch einmal in die Luft, als würde er irgendwo eine Kurve nehmen. Buffy beugt sich vor. „Wovon träumst du denn? Sag! Bitte!“ Sean atmet einmal tief aus, als würde er aus einem Kino kommen, das gerade das beste Finale gespielt hat. Dann hebt er langsam den Kopf. „Na gut. Aber erst sag ich dir: Wenn du mich jetzt zu sehr aufdrehst, träume ich nachher von dir. Und das ist anstrengend.“ Buffy setzt sich demonstrativ gerade hin. „Ich bin komplett ruhig. Wirklich.“ Sean schaut sie an. „Buffy. Du bist niemals komplett ruhig.“ „Okay, fast ruhig“, flüstert sie.
Sean räuspert sich, als wäre das hier eine sehr wichtige Sache. „Ich war gerade im Feld. Da hinten, wo der Wind immer so spannend riecht.“ Buffy wird sofort hellwach. „Mit dem Hasen?!“ Sean blinzelt langsam. „Du bist schnell. Ja. Mit dem Hasen.“ Buffy wippt vor Aufregung auf den Vorderpfoten, obwohl sie ja „fast ruhig“ sein wollte. „Ich wusste es! Ich hab auch davon geträumt! Ich hab ihn gesehen, ich hab ihn gerochen, ich hab—“ Sean hebt eine Pfote. „Stopp. Erst ich. Dann du.“ Buffy macht ein winziges „Mpf“ und hält still. Sean fährt fort: „Im Traum war alles wie damals. Dieser Moment, wo es kurz still ist… und dann schießt da plötzlich Bewegung aus dem Gras. Ich hab’s knistern hören, ich hab’s riechen können, und mein Kopf war sofort im Modus: Achtung, Terrier-Programm startet.“ Buffy rutscht näher. „Und dann?“ Sean lächelt ein bisschen. „Dann bin ich gelaufen. Nicht so wie heute manchmal. Sondern wie früher. Leicht. Ohne Nachdenken. Einfach… los. Und ich war nicht mal sauer, dass du vorne warst.“ Buffy guckt empört. „Ich war nicht vorne! Also… vielleicht kurz… also… eigentlich war ich nur motiviert!“ Sean schnaubt. „Motiviert. Genau. Im Traum bist du wie ein roter Blitz los, als hätte dich jemand mit einem Leckerli beworfen. Und ich… ich hab mir gedacht: Gut. Dann bin ich eben der Stratege.“ Buffy kichert. „Du bist im Traum auch der Chef, oder?“ Sean zuckt mit den Schultern. „Ich war der, der wusste, wann Schluss ist. Das ist der Unterschied zwischen jungem Kopf und altem Kopf: Du willst gewinnen. Ich will heil nach Hause kommen.“ Buffy guckt ihn an, kurz ernst, so ernst wie Buffy eben kann. „Aber es hat sich gut angefühlt, oder? Wieder so zu rennen?“ Sean nickt langsam. „Ja. Es fühlt sich gut an. Und dann… dann ist der Traum gekippt.“
Buffy spitzt die Ohren. „Gekippt wie…?“ Sean seufzt. „Wie ein Film, der plötzlich von Action auf Essen schaltet.“ Buffy grinst sofort. „ESSEN!“ Sean schaut sie trocken an. „Du bist wirklich nicht schwer zu unterhalten.“ Buffy ist jetzt definitiv nicht mehr ruhig. „Okay sag, sag, sag!“ Sean lehnt sich zurück. „Ich stand plötzlich in der Küche. Und da war ein Futternapf. Nicht normal voll. Nicht ‘oh, das ist aber nett’ voll. Sondern… so voll, dass er aussah wie ein kleiner Berg. Fleisch oben drauf, ein bisschen was Knackiges dazwischen, und es hat gerochen wie das Beste, was jemals in einem Napf gelegen hat.“ Buffy schluckt hörbar. „Und?“ Sean macht eine Pause, die viel zu lang ist. Buffy hält es nicht aus. „UND?!“ Sean lächelt fies. „Und dann kamst du nicht. Niemand kam. Kein ‘Buffy, lass Sean zuerst’. Kein ‘Sean, warte’. Kein Blick vom Menschen. Nur… ich. Und dieser Napf. Ganz allein für mich.“ Buffy reißt die Augen auf. „Das ist unfair! Wieso hast du so einen Traum und ich nicht?“ Sean hebt eine Augenbraue. „Warte. Du hast noch nicht erzählt.“ Buffy atmet tief ein, als würde sie gleich eine epische Heldensaga starten. „Also! Ich hab auch vom Hasen geträumt. Nur… bei mir war es noch krasser. Ich war schneller als Wind, ich bin geflogen, meine Ohren waren wie Segel und ich hab ihn—“ Sean unterbricht sie. „—fast gehabt.“ Buffy blinzelt. „Hä? Woher weißt du…?“ Sean grinst. „Weil es immer so ist. Der Traum ist großzügig, aber nicht so großzügig, dass er einem Terrier wirklich alles gibt.“ Buffy schnaubt. „Okay, stimmt. Ich war kurz davor. Und dann… war da plötzlich dieser Napf.“ Sean nickt wissend. „Natürlich.“ Buffy redet jetzt schneller. „Aber bei mir war es noch besser, weil der Napf nicht nur voll war. Der Napf war… magisch. Der wurde einfach immer wieder voll. Ich konnte fressen, fressen, fressen, und er wurde nie leer. Und weißt du was? Ich hatte ihn ganz alleine!“ Sean starrt sie an. „Aha. Und ich dachte, meiner wäre das Highlight.“ Buffy streckt stolz das Kinn raus. „Tja.“ Sean lässt ein leises Lachen durch die Nase entweichen. „Und dann bist du im Schlaf auch gelaufen?“ Buffy wird ertappt. „Vielleicht.“ Sean deutet mit der Schnauze auf ihre Vorderpfoten. „Du zuckst gerade schon beim Erzählen.“ Buffy schaut runter. Tatsächlich wippt eine Pfote. „Ups.“
Sie liegen kurz beide still da, in dieser warmen, dösigen Stimmung kurz vorm Einschlafen, wenn das Haus ruhig ist und man nur das leise Atmen hört. Dann sagt Sean leise: „Weißt du, Buffy… Träume sind manchmal wie Erinnerungen und Wünsche zusammen in einem Topf. Der Hase ist der Jagd-Reflex. Der Napf ist… na ja… der Napf ist die Hoffnung, dass es nie aufhört, lecker zu sein.“ Buffy kuschelt sich näher. „Und dass man mal nicht teilen muss.“ Sean tut so, als hätte er das nicht gehört. „Und manchmal zeigt einem der Traum auch: Was im echten Leben besser bleiben sollte, wie es ist. Der Hase darf rennen. Wir dürfen gucken. Und der Napf… der ist am besten, wenn er kommt, wie er kommen soll. Mit unserem Menschen dabei.“ Buffy murmelt: „Aber ein bisschen Magie im Napf wär trotzdem okay.“ Sean antwortet ohne die Augen zu öffnen: „Träum halt weiter. Dafür sind Träume da.“ Buffy grinst in die Dunkelheit. „Deal. Und wenn du wieder knacksend im Schlaf läufst, dann weiß ich: Du bist gerade wieder im Feld und siehst aus wie früher.“ Sean atmet tief, zufrieden. „Und wenn du im Schlaf rennst, weiß ich: Du jagst wieder irgendwas, was du niemals kriegen wirst.“ Buffy flüstert frech: „Außer den Napf.“ Sean brummt. „Außer den Napf.“ Und dann hört man nur noch zwei Terrier, die langsam wieder abtauchen – einer in ruhige Senior-Träume mit Soundeffekt, die andere in wildes Welpenkino mit endlosem Buffet.
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