Tag 442: Hitze-Gassi – Wenn der Garten als Klo tabu ist

Willkommen zu Tag 442! Wir stecken mitten in einer echten Hitzewelle. Wenn das Thermometer die 30-Grad-Marke knackt, würden wir Zweibeiner die Mittagszeit am liebsten komplett drinnen verbringen. Und eigentlich wäre es doch so einfach: Tür auf, die Hunde kurz in den Garten lassen, damit sie ihr Geschäft erledigen können, und schnell wieder ab ins Kühle.

Tja, die Rechnung haben wir allerdings ohne Sean gemacht. Denn bei uns herrscht eine ganz klare, unumstößliche Regel – zumindest in Seans Kopf!

Seans eiserne Regel: Die 100-Meter-Grenze

Es gibt Hunde, die erledigen ihr Geschäft völlig unkompliziert im heimischen Garten. Und dann gibt es Sean. Sean ist genetisch so programmiert, dass der eigene Garten als Tabuzone für das „große Geschäft“ gilt. Das eigene Revier wird absolut sauber gehalten.

Damit Sean sich überhaupt lösen kann, müssen wir uns mindestens 100 Meter vom Haus entfernen. Vorher schaltet sein Körper blockiert auf stur. Da hilft kein Locken und kein Warten im Garten – wir müssen raus, völlig egal, wie heiß es draußen ist.

Da ein einfaches „Tür auf“ also nicht reicht, mussten wir unser Gassi-Management bei Extremtemperaturen komplett anpassen. Hier ist unsere Hitze-Strategie!

Unsere Gassi-Strategie für heiße Tage

Um Sean seine 100-Meter-Runde zu ermöglichen, ohne dass die beiden einen Hitzeschlag erleiden oder sich die Pfoten verbrennen, planen wir die Tage extrem strategisch:

1. Die magischen Stunden: Früh morgens und spät abends

Die großen Runden werden rigoros in die kühlen Randzeiten des Tages verlegt.

  • Der frühe Vogel... geht um 6:30 Uhr los. Da ist die Luft noch wunderbar frisch und die Wege sind von der Nacht abgekühlt.
  • Der späte Abend: Die zweite echte Runde des Tages gibt es erst, wenn die Sonne komplett untergegangen ist und der Asphalt langsam aufhört zu glühen.
  • Unter tags gibt es wirklich nur den ultimativen „Notfall-Sprint“ im Schatten bis zur 100-Meter-Marke und sofort wieder zurück.

2. Schatten-Caching bei der Routenplanung

Wenn wir losmüssen, planen wir die Route wie ein Navigationssystem: Wir weichen der Sonne gezielt aus. Reine Asphaltstrecken oder offene Felder sind absolut tabu. Stattdessen suchen wir gezielt schattige Waldwege, Alleen mit dichtem Kronendach oder Häuserschluchten, die den ganzen Tag im Schatten lagen.

3. Der "Wasser-Joker"

Wir versuchen, unsere Runden im Sommer immer so zu legen, dass wir an einem Gewässer vorbeikommen. Sei es ein kleiner Bachlauf, ein See oder auch nur ein sauberer Graben: Hauptsache, die Hunde können kurz ihre Pfoten abkühlen. Das nasskalte Element wirkt wie eine Klimaanlage für den Hundekörper, da die Kälte über die Pfoten und Beine direkt nach oben zieht.

Am Ende des Tages ist es zwar manchmal anstrengend, den Wecker im Sommer noch früher zu stellen, aber für unsere Fellnasen tun wir es gerne. Und ehrlich gesagt: So ein ruhiger Spaziergang im kühlen Morgentau hat auch für uns Zweibeiner etwas unglaublich Schönes!

Wie ist das bei euren Hunden? Haben sie auch so eine feste „Klo-Regel“ wie Sean und machen einen großen Bogen um den eigenen Garten, oder sind sie da völlig unkompliziert? Erzählt es uns in den Kommentaren!


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